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"HECOFLAM" - Flammhemmeradditive
Thermoplaste sind organische Verbindungen die aufgrund ihrer chemischen Struktur und der Anwesenheit von sowohl Kohlenstoff und Wasserstoff, von Sauerstoff und Stickstoff, aber auch aufgrund weiterer Rezepturbestandteile, wie zum Beispiel von Fettsäuren mehr oder weniger brennbar sind. Speziell Isolierschäume, bei denen heute die meist sehr leicht entzündbaren Kohlenwasserstofftreibgase eingesetzt werden, sind optimal vor Entzündung und Brand zu schützen. Zusätzlich verlangt die UL 94 und die einschlägig modifizierte EG-Verordnung, dass das Abtropfen von, der Flamme ausgesetzten Polymeren wirksam verhindert wird.
Entzündung und Verbrennung von Thermoplasten sind eine Folge von chemisch-physikalischen Vorgängen bei denen Stoffe von ausreichend hohem Heizwert unter Zufuhr und/oder Anwesenheit von Sauerstoff, nachfolgender Wärme- und Lichtab-gabe in energieärmere Produkte wie Wasser, Kohlenmonoxid oder CO2 überführt werden. Bei einer vorgegebenen Energiezufuhr hängt die Geschwindigkeit der Temperaturerhöhung des Polymers in hohem Maße von Faktoren wie spezifischer Wärme, Wärmeleitfähigkeit, Dichte oder Schmelz- und Verdampfungswärme ab.
Dieser Forderung tragen die, von der HECOPLAST entwickelten, hochbeladenen Flammhemmer, HECOFLAM 568 PE, HECOFLAM 575 PE und HECOFLAM 581 PE in wirksamer Weise Rechnung, wobei zur Erreichung der Brandschutznorm B1 nach DIN 4102 eine Dosierzugabe je nach Rezepturbestandteilen von ca. 3,5-6,5% benötigt wird. Hierbei wird das "cell-size and distribution" sowie das erreichte Raumgewicht und der l-40-Wert nicht beeinträchtigt. Diese hohe Wirksamkeit ist durch eine extreme Partikelfeinheit aller Produktbestandteile gewährleistet, wobei selbst die Brandschutznorm 5.2 der Schweiz bei extrem guten Oberflächen erreicht werden. Bei Anwesenheit von hohen Quantitäten an Fettsäurebestandteilen, Farben und Kohlenwasserstofftreibmitteln sind die geeigneten Zudosierungen in Verimpressumn zu ermitteln. Die Ergebnisse sind grundsätzlich institutionell zu bestätigen.
Zur Erhaltung der Werkstoffmatrix erlauben unsere synergistisch wirkenden Flamm-hemmer die Reduktion der Zudosierung. In chlorhalogenierten Systemen finden (nach Pitts) die wichtigsten Reaktionen durch Eingriff in die Radikalkettenreaktion in der Gasphase statt, aus Antimontrioxid und Chlorwasserstoff wird demnach Antimonoxidchlorid gebildet welches dann unter Bildung höherer Antimonoxid-chloride innerhalb eines Temperaturbereiches von ~ 250-570°C. Antimontrichlorid abspaltet. Nach Hastie zersetzt sich Antimontrihalogenid zu Halogenwasserstoff um dann in bekannter Reaktion in den Radikalkettenmechanismus der Verbrennung einzugreifen.
Mit HECOFLAM 591 PO steht ein halogenfreies System zur Verfügung welches jedoch deutlich höhere Zugaben fordert. Auch hier sind die Zugabemengen in jeweiligen Versuchsreihen zu ermitteln, in der Regel dürften jedoch ~ 20% als ausreichend angesehen werden.

 Produktübersicht Flammhemmer
 Wirkungsweise Schaumadditive:
Reinigungsmittel / Gleitmittel / Antistatika / Nukleirungsmittel / Flexibilitätskonzentrate /
Zellregulierung / Chemische Treibmittel